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Beiträge
Äthiopien
von
afrika
am 2008-01-06 13:07:39 in
Politics
Zuletzt editiert von afrika am 2008-10-29 20:39:25
Der italienische König und Mussolini verhielten sich dem Herrscher von Äthiopien, Ras Tafari, gegenüber sehr zuvorkommend, luden ihn zu einem Besuch nach
Italien ein und schlossen 1928 mit Äthiopien einen Freundschaftsvertrag. Für Äthiopien war der Vertrag das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben war, aber Italien konnte aus den bestimmungen über Handel und konsularische Niederlassungen Vorteile, nicht zuletzt strategischer Art, ziehen.
innenpolitisch konnte sich Tafari in den 1920er Jahren immer deutlicher durchsetzen. Während die neuernannten Gouverneure und staatlichen Funktionäre ihre Positionen und Einkommen dem Herrscher verdankten und entsprechend loyal waren, verlor der Erbadel an Einfluss.
Kamerun
von
afrika
am 2007-12-28 12:01:22 in
Politics
Zuletzt editiert von afrika am 2008-10-29 20:40:42
Im Juli 1884 liess Bismarcks Beauftragter Gustav Nachtigal die dualafürsten King akwa und King Bell "Schutzverträge" unterzeichnen und kam damit den Briten wenige Tage zuvor. Die Übernahme der Macht lag ganz im Interesse der deutschen Handelsfirmen, die den lokalen Handelsherren in
Kamerun grosse Vorschüsse eingeräumt hatten und ohne politische Unterstützung Verluste befürchteten. Nach den Duala unterschrieben auch Chefs an der Küste weiter südlich solche Verträge und gaben damit
Deutschland die Grundlage, um im Wettstreit um die Aufteilung Afrikas Anspruch auf eine Kolonie zu erheben.
Nigeria
von
afrika
am 2007-12-09 13:46:01 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-08-20 11:20:54
Ziel der britischen Kolonialpolitik war der offenen Zugang zu Exportprodukten bzw. zu neuen Konsumenten. Der Boden blieb nach traditionellem Recht in Afrika unter der Kontrolle der ursprünglichen Besitzer, eine Siedlerkolonie in Nigeria war nicht geplant.
Nach der Zerschlagung von Handelsmonopolen einheimischer Staaten bzw. Gruppen machte der Ausbau der Transportwege die kolonialwirtschaftliche Nutzung rentabel. Das Land musste dabei die Kosten für die Erschließung dabei weitestgehend selbst tragen. Zwangsarbeiten und Kopfsteuern erbrachten neben Export- und Importabgaben die Deckung des Aufwandes für Verwaltung und Investitionen.
Die Erzeugung von cash crops - Kakao, Baumwolle oder Erdnüsse für den Export und Nahrungsmittel für den Inlandsmarkt, vor allem für städtische Zentren und die Minengebiete - integrierte weite Teile der Bevölkerung in ein System von Angebot und Nachfrage. Dazu kamen Arbeitsmigration und Lohnarbeit in Minen, Handelsbetrieben, Transport und staatlicher Verwaltung.
Seychellen
von
afrika
am 2007-12-02 12:28:19 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-10-29 20:42:41
Aufgrund der Verträge von Paris kamen die Seychellen 1814 endgültig in den Besitz der Briten und wurden von Mauritius aus verwaltet. 1835, zum Zeitpunkt der Abschaffung der Sklaverei, bestand die Bevölkerung aus etwa 680 weissen oder metissierten Landesherrn und 6.600 schwarzen Sklaven. Die Wirtschaft der Seychellen, die bis dahin die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln garantieren konnte, stellte sich auf weniger arbeitsintensive Kulturen um, wie Kopra und Zimtbäume. Die Bevölkerung verringerte sich bis 1840 und nahm erst dann wieder allmählich zu. Sie vermehrte sich auch durch Zuwanderung. Es kamen befreite Sklaven als Landarbeiter und Händler aus
Indien bzw.
China.
Botswana
von
afrika
am 2007-11-24 10:56:24 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-08-20 11:21:22
Großes Engagement zeigten die britischen Offiziere und Poizisten im Protektorat Bechuanaland nicht. Abgesehen vom Osten Botswanas, den Gebieten entlang der alten Route nach Norden (Cecil Rhodes verglich ihre Bedeutung einmal mit der des Suezkanal), wo seit 1897 die eisenbahn von Mafeking nach Bulawayo führte, war der größte Teil des übrigen Landes von geringem Interesse. Die BSAC war bei ihrer Suche nach Bodenschätzen erfolglos geblieben - der Boden von Botswana gab seinen Reichtum erst nach der Unabhängigkeit frei. 1895 versuchte Rhodes die Protektoratsrechte übertragen zu bekommen, um dies abzuwenden, reisten die Paramount Chiefs des Landes nach London, und erreichten bei Königin Victoria eine Aufrechterhaltung des Protektorats, wenn die Chiefs auch Gebiete an Konzessionsgesellschaften und Farmer abtreten mussten.
Kenia Kolonisierung
von
afrika
am 2007-11-22 13:15:11 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-10-29 20:43:52
Der Bahnbau von Mombasa in das Landesinnere diente neben der Erschließung von Uganda der Unterwerfung der kolonisierten Völker. 1902 erreichte die Bahnlinie Uganda. 1899 war rund um die Werkstätten und Verwaltungsgebäude der Bahn auf halbem Weg nach Uganda eine neue Siedlung entstanden: Nairobi. 1906 wurde es zur Hauptstadt des Protektorats. 5,5 Millionen Pfund mussten die britischen Steuerzahler für den Bau der Zentrallinie aufbringen. Der erste commissioner, Charles Eliot, schätzte die Fähigkeiten der einheimischen Bevölkerung gering ein. So wurde Kenia zum Einwanderungsland, damit sich die Investitionen in die Infrastruktur bezahlt machten. Zuerst kamen Arbeitskräfte aus
Indien für den Eisenbahnbau, Anfang des 20. Jahrhunders ließen sich auch südafrikanische Farmer nieder.
Namibia Ende des 19. Jahrhunderts
von
afrika
am 2007-11-21 08:06:09 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-08-20 11:21:49
Währd Ende des 19. Jahrhunderts den deutschen Siedlern die Verdrängung der einheimischen Bevölkerung (hier sind die Herero und Buschmänner zu nennen) zu langsam ging, setzte Major Leutwein auf eine "friedliche Koexistenz" in Namibia, die mittelfristig zum gleichen Ziel führen sollte: die völlige politische und wirtschaftliche Entmachtung dieser Völker. Die deutsche und burische Gier nach "Lebensraum" machte eine Entwicklung wie im benachbarten Botswanan, wo die Ausgangssituation für die Kolonisierung ähnlich der in Namibia war, unmöglich.
Marokko
von
afrika
am 2007-11-20 18:16:56 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-08-20 11:22:06
Handel, Gewerbe und Konsum prägten die marokkanische Gesellschaft im 19. Jahrhundert genauso wie Aneignung, Religion und Askese die Völker der Sahara und in Mauretanien. Einigendes Element für alle Fraktionen der Gesellschaft war da wie dort der Islam. Der Sultan von Marokko, als Nachfahre des Propheten und Oberhaupt der Gläubigen, hatte damit zumindest den Anspruch auf die Herrschaft. Fast jede Erbfolge war allerdings Anlass für heftige Thronstreitigkeiten, und jeder Sultan bedurfte nicht nur der Unterstützung mächtiger Vasallen und Kaufleute sondern hatte auch die Bedingungen der religiös-wissenschaftlichen Elite in den großen Städten zu akzeptieren. Das Ausmaß der politischen und administrativen Macht des Sultans war, je nach seiner politischen und militärischen Stärke, deutlich unterschiedlich.
Mauritius
von
afrika
am 2007-11-19 14:05:50 in
Society
Zuletzt editiert von afrika am 2008-08-20 11:22:20
Zwar war der Sklavenhandel auf Mauritius seit 1834 verboten, den Platz der Sklaven nahmen jedoch Inder ein, die für geringe Löhne auf Mauritius arbeiteten. Eine Vertragsarbeit war eine Vorstufe zur ständigen Niederlassung auf der Insel.
Zwei Faktoren trugen dazu bei, die Position der Inder auf Mauritius zu festigen: das Auseinanderbrechen der großen Plantagen aus Sklavenhalterzeiten und das Vorhandensein einer indischen Elite, die den Einwanderern Geld vorschoss, um sich Grund und Boden zu kaufen.
Tunesien
Africa procunsularis nannten die Römer die Provinz, die sie nach der Zerstörung Karthagos im heutigen Tunesien und in Tripoltania errichteten. Den Puniern und Römern folgten die Vandalen, deren Königreich 534 von Byzanz erobert wurde. Die Herrschaft Ostroms endete mit der Ankunft der Araber: aus
Africa wurde
Ifriqiya.
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